Der Schmuser

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Heit zu Tog tut es Heiratsvermittler gem,
frieher sen des die Schmuser gwen,
hat do jemandn wos gfehlt,
er hat des vermittlt gegn Geld.

Hat der Bauer junge Ochsn braucht,
wal die altn hobn nix mehr taugt,
oder der Bauer braucht a Fraa,
des vermittlt der Schmuser a.

Wal frieher es nu anders wor,
do hat nu des Sprichwort goltn, des wor klor,
erst die Sach und dann die Leit,
denn des wor a nu a andere Zeit.

Wal dem Schmied sei Frau hat zweng Geld
und sie ihn a su gor net gfällt,
drum hat er sich bam Schmuser beschwert,
er segt, die is den Kupplpelz net wert.

Doch segt der Schmuser do derzu:
„Du wasst doch, ba mir do geht es ehrli zu.
dass ich gsogt hob, sie hat viel Geld, is mir net bekannt,
ich hob blos gsogt, sie hat mer Geld wie Verstand.“